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Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Kaufverträge, die ein Verbraucher über den Online-Shop unter der Domain www.frau-von-boot.com mit der Verkäuferin (nachfolgend „Anbieterin“) abschließt.

(2) Verbraucher ist gemäß § 13 BGB jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

(3) Der Online-Shop richtet sich an Kunden mit gewöhnlichem Aufenthalt und einer Lieferadresse innerhalb der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in der Schweiz. Lieferungen in andere Länder erfolgen nur nach vorheriger individueller Vereinbarung in Textform.

(4) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, die Anbieterin hat ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt.

§ 2 Vertragspartnerin und Kontaktdaten

Vertragspartnerin des Kunden ist:

Bärbel Cordua, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung
„frau von boot“
Salomon-Heine-Weg 42b
20251 Hamburg
Deutschland
E-Mail: info@frau-von-boot.com
Telefon: +49 156 3012 0688

Umsatzsteuerhinweis: Gemäß § 19 UStG wird als Kleinunternehmerin keine Umsatzsteuer berechnet und ausgewiesen.

§ 3 Vertragsgegenstand und Beschaffenheit der Waren

(1) Gegenstand des Vertrages ist der Verkauf von handgefertigten Kopfbedeckungen und Bekleidungsstücken als Serienartikel sowie als individuelle Maß- und Einzelanfertigungen.

(2) Bei den angebotenen Artikeln handelt es sich überwiegend um handgefertigte Unikate aus Naturmaterialien. Geringfügige, naturbedingte oder handwerkliche Abweichungen in Struktur, Maserung oder Farbnuance gegenüber den digitalen Produktabbildungen stellen die vertragsgemäße Beschaffenheit der Ware dar und begründen keinen Mangel, sofern die Abweichungen für den Kunden zumutbar sind und die gewöhnliche Verwendung nicht beeinträchtigen. Gesetzliche Gewährleistungsansprüche (§ 434, § 437 BGB) bleiben bei Abweichungen von vereinbarten Merkmalen uneingeschränkt bestehen.

(3) Die Anbieterin unterscheidet zwischen:

• Standardartikeln: Vorgefertigte Artikel oder nach Standardgrößen ohne individuelle Kundenmaße gefertigte Waren.

• Individualanfertigungen („Made-to-Order nach Maß“): Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Bestimmung oder spezifische Körpermaße durch den Kunden maßgeblich sind, sodass die Ware eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist und für die Anbieterin im Falle einer Rücknahme wirtschaftlich nicht mehr anderweitig verwertbar ist.

(4) Auf das Nichtbestehen eines gesetzlichen Widerrufsrechts bei solchen Individualanfertigungen nach § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB wird der Kunde vor Einleitung des Bestellvorgangs gesondert hingewiesen.

§ 4 Zustandekommen des Vertrages und Bestellablauf

(1) Die Darstellung der Waren im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot der Anbieterin dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden zur Abgabe einer Bestellung (invitatio ad offerendum).

(2) Der Kunde kann die gewünschten Waren in den virtuellen Warenkorb legen. Vor dem Absenden der Bestellung erhält der Kunde über eine Zusammenfassungsseite die Möglichkeit, alle Angaben (z. B. Name, Adresse, Zahlungsart, Maße, bestellte Artikel) zu überprüfen und über die üblichen Tastatur- und Mausfunktionen zu korrigieren.

(3) Durch Anklicken des mit den Worten „jetzt kaufen“ (oder einer entsprechenden eindeutigen Formulierung gemäß § 312j Abs. 3 BGB) beschrifteten Buttons gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages über die im Warenkorb enthaltenen Artikel ab.

(4) Die Anbieterin bestätigt den Eingang der Bestellung unverzüglich per E-Mail (automatische Empfangsbestätigung). Diese Empfangsbestätigung stellt noch keine Annahme des Vertragsangebots dar, es sei denn, die Anbieterin erklärt darin ausdrücklich die Annahme.

(5) Der Kaufvertrag kommt zustande:

• durch Zugang einer ausdrücklichen Annahmeerklärung (Auftragsbestätigung) per E-Mail binnen fünf Werktagen ab Bestellung, oder

• durch Versendung der bestellten Ware innerhalb dieser Frist, oder

• unmittelbar mit der Zahlungsanweisung durch den Kunden, sofern eine Sofortzahlungsart (z. B. PayPal Express, Sofortüberweisung, Kreditkarte) gewählt wurde.

(6) Der Vertragstext wird von der Anbieterin gespeichert. Die Bestelldaten und diese AGB nebst der gesetzlichen Widerrufsbelehrung und dem Muster-Widerrufsformular werden dem Kunden nach Vertragsschluss auf einem dauerhaften Datenträger (per E-Mail) übermittelt (§ 312f Abs. 2 BGB).

§ 5 Preise, Versandkosten und Zahlungsbedingungen

(1) Die in den jeweiligen Angeboten angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

(2) Zuzüglich zu den angegebenen Produktpreisen können Versandkosten anfallen. Bei Lieferungen innerhalb Deutschlands (DHL Standardversand) übernimmt die Anbieterin die Versandkosten. Für Lieferungen innerhalb Europas betragen die Versandkosten 15,00 €, für Lieferungen in die Schweiz 25,00 €. Die genaue Höhe der anfallenden Versandkosten wird dem Kunden im Bestellprozess vor Abgabe der verbindlichen Bestellung deutlich angegeben. Kosten, die dem Kunden vor Vertragsschluss nicht ordnungsgemäß mitgeteilt wurden, können gemäß § 312e BGB nicht nachgefordert werden.

(3) Bei Lieferungen in Länder außerhalb der Europäischen Union (insbesondere in die Schweiz) können zusätzliche Zölle, Einfuhrsteuern oder behördliche Abgaben anfallen. Diese Kosten sind nicht im Kaufpreis enthalten und vom Kunden an die jeweils zuständigen Zoll- bzw. Steuerbehörden vor Ort zu entrichten.

(4) Dem Kunden stehen die im Online-Shop ausgewiesenen Zahlungsmodalitäten (Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay, Klarna, PayPal und Shop Pay) zur Verfügung.

Soweit bei einzelnen Zahlungsarten Vorkasse vereinbart wird, ist der Kaufpreis unmittelbar nach Vertragsschluss zur Zahlung fällig.

§ 6 Widerrufsrecht für Verbraucher

(1) Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Europäischen Union steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht gemäß § 312g Abs. 1 BGB i. V. m. § 355 BGB zu.

(2) Das Widerrufsrecht besteht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 1 BGB nicht bei Verträgen zur Lieferung von Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind.

(3) Die formalen Bedingungen, Fristen sowie das Verfahren zur Ausübung des Widerrufsrechts ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung der Anbieterin. Das Muster-Widerrufsformular ist dieser Belehrung angefügt.

(4) Freiwilliges Rückgaberecht für Lieferungen in die Schweiz:

• Kunden mit Lieferadresse in der Schweiz räumt die Anbieterin ein freiwilliges Rückgaberecht von 14 Tagen ab Erhalt der Ware ein.

• Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung der Ware.

• Die Rücksendung hat in transportsicherer Verpackung zu erfolgen. Das Rückgaberecht ist ausgeschlossen, wenn die Ware über eine bloße Inaugenscheinnahme hinaus gebraucht, gewaschen oder beschädigt wurde.

• Die unmittelbaren Kosten der Rücksendung aus der Schweiz trägt der Kunde.

• Für Individualanfertigungen nach Maß gemäß Abs. 2 besteht auch im Rahmen des freiwilligen Rückgaberechts kein Rückgabeanspruch.

§ 7 Lieferbedingungen und Vorbehalt der Selbstbelieferung

(1) Die Lieferung erfolgt an die vom Kunden angegebene Lieferanschrift.

(2) Die Lieferzeiten betragen:

• für vorrätige Standardartikel: in der Regel 3–4 Werktage innerhalb Deutschlands (in einzelnen Fällen bis zu 5–7 Werktage), 7–12 Werktage innerhalb Europas und 10–14 Werktage in die Schweiz.

• für auftragsbezogene Fertigungen („Made to Order“): bis zu 4 Wochen Fertigungszeit ab Erhalt der vollständigen Maße.

Auf abweichende Lieferzeiten wird auf der jeweiligen Produktseite ausdrücklich hingewiesen.

(3) Ist die bestellte Ware vorübergehend oder dauerhaft nicht verfügbar, obwohl die Anbieterin ein kongruentes Deckungsgeschäft mit einem Lieferanten abgeschlossen hat, und hat die Anbieterin die Nichtverfügbarkeit nicht zu vertreten, ist die Anbieterin berechtigt, sich vom Vertrag zu lösen (§ 308 Nr. 3 BGB). In diesem Fall wird der Kunde unverzüglich über die Nichtverfügbarkeit informiert; bereits erbrachte Gegenleistungen werden dem Kunden unverzüglich erstattet. Gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben unberührt.

(4) Beim Verbrauchsgüterkauf trägt die Anbieterin gemäß § 475 Abs. 2 BGB das Transport- und Verlustrisiko bis zur Übergabe der Ware an den Verbraucher oder einen von diesem benannten Empfänger.

§ 8 Pflichten des Kunden bei Nutzung des Online-Shops

(1) Der Kunde stellt sicher, dass die im Rahmen des Bestellvorgangs gemachten Angaben, insbesondere zu Anschrift, E-Mail-Adresse und etwaigen Körpermaßen, zutreffend sind.

(2) Bei der Nutzung bereitgestellter Kommunikations- oder Bewertungsfunktionen ist das Einstellen von Inhalten untersagt, die gegen geltendes Recht, behördliche Verbote oder Rechte Dritter verstoßen.

§ 9 Gewährleistung (Mängelhaftung)

(1) Für alle im Shop angebotenen Waren gelten die gesetzlichen Bestimmungen der Sach- und Rechtsmängelhaftung (§§ 434 ff. BGB). Gemäß § 650 Satz 1 BGB finden die kaufrechtlichen Regelungen auch auf Verträge über die Lieferung herzustellender oder zu erzeugender beweglicher Sachen („Made to Order“) Anwendung.

(2) Die Verjährungsfrist für gesetzliche Mängelansprüche bei neu hergestellten Sachen beträgt zwei Jahre ab Ablieferung der Ware an den Verbraucher (§ 438 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 BGB).

(3) Sollte eine gelieferte Ware mangelhaft sein, stehen dem Kunden die gesetzlichen Rechte auf Nacherfüllung, Rücktritt, Minderung sowie Schadensersatz im gesetzlichen Umfang zu (§ 437 BGB).

§ 10 Haftungsbeschränkung

(1) Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung von Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflichten), haftet die Anbieterin der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Im Übrigen ist die Haftung der Anbieterin für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten entsprechend zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Angestellten und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin. Die zwingenden Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.

§ 11 Datenschutzhinweis

Informationen zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten im Rahmen des Betriebs der Webseite und der Vertragsabwicklung finden sich in der gesonderten Datenschutzerklärung. Die Datenschutzerklärung dient rein der gesetzlichen Information und stellt keinen vertraglichen Bestandteil dieser AGB dar.

§ 12 Änderungen der Geschäftsbedingungen

Änderungen dieser AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit einer ausdrücklichen Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien. Eine einseitige Anpassung laufender Verträge über Zustimmungsfiktionen bei Schweigen des Kunden findet nicht statt.

§ 13 Schlussbestimmungen und Streitbeilegung

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in der Europäischen Union oder der Schweiz bleiben zwingende Bestimmungen des Verbraucherschutzrechts des Wohnsitzstaates von dieser Rechtswahl unberührt (Art. 6 Abs. 2 Rom I-VO).

(2) Gesetzliche Gerichtsstände für Verbraucher:

• Für Klagen eines Verbrauchers gegen die Anbieterin oder Klagen der Anbieterin gegen einen Verbraucher mit Wohnsitz in Deutschland oder einem anderen Mitgliedstaat der EU gelten die gesetzlichen Gerichtsstände (§§ 12, 13, 29c ZPO; Art. 18 EuGVVO).

• Bei Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz bleiben die Bestimmungen des Lugano-Übereinkommens (LugÜ) unberührt.

• Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz der Anbieterin in Hamburg.

(3) Die Vertragssprache ist Deutsch.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Klauseln unberührt (§ 306 Abs. 1 BGB). Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 Abs. 2 BGB).

(5) Verbraucherstreitbeilegung nach § 36 VSBG:

Die Anbieterin ist weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.